QJMOTOR mit neuem Moto2-Streckenrekord in Aragón – Ortolá und Holgado sorgen für spanische Doppelspitze
- Markus Brömmler
- vor 2 Tagen
- 4 Min. Lesezeit

QJMOTOR setzt in der Moto2-Weltmeisterschaft ein weiteres sportliches Ausrufezeichen. Beim Grand Prix von Aragón am 28. August 2026 fuhr Iván Ortolá auf der QJMOTOR-Reverte-MSi-Kalex nicht nur an die Spitze des Feldes, sondern stellte mit einer Rundenzeit von 1:49,791 Minuten einen neuen absoluten Moto2-Rundenrekord auf dem MotorLand Aragón auf. Besonders spannend aus unserer Sicht: Direkt hinter Ortolá folgte Daniel Holgado für CFMOTO Inde Aspar – mit gerade einmal 0,058 Sekunden Rückstand.
Ortolá gibt von Beginn an das Tempo vor
Schon im ersten Training am Freitagmorgen machte Iván Ortolá deutlich, dass mit ihm an diesem Wochenende zu rechnen ist. Der Spanier setzte sich an die Spitze der Zeitenliste und bestätigte diese Leistung wenige Stunden später eindrucksvoll in der Practice-Session. Auf seiner QJMOTOR-Reverte-MSi-Kalex gelang Ortolá schließlich die entscheidende Runde: 1:49,791 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestmarke und sicherte sich den neuen absoluten Moto2-Rundenrekord auf dem MotorLand Aragón.
Eine solche Rundenzeit entsteht nicht allein durch Motorleistung. In der extrem engen Moto2-Klasse entscheiden das Zusammenspiel aus Fahrwerk, Reifenmanagement, Bremsstabilität, Kurvengeschwindigkeit und vor allem das Vertrauen des Fahrers in das Motorrad über die letzten Zehntel- und Hundertstelsekunden.
Dass Ortolá sowohl im ersten Training als auch in der anschließenden Practice an der Spitze lag, macht seine Leistung daher besonders bemerkenswert. Es handelte sich nicht um eine einzelne glückliche Runde, sondern um eine über den gesamten Freitag hinweg überzeugende Performance.
Nur 0,058 Sekunden: CFMOTO direkt dahinter
Aus unserer Sicht wird das Ergebnis noch interessanter, wenn man sich Platz zwei anschaut. Denn dort findet sich mit Daniel Holgado vom Team CFMOTO Inde Aspar ein weiterer Fahrer einer Motorradmarke, die wir bei Broemmler-Bikes intensiv verfolgen. Holgado fehlten lediglich 0,058 Sekunden auf Ortolás Rekordrunde.

Zum Vergleich: Bei Geschwindigkeiten von weit über 200 km/h entspricht dieser Abstand praktisch einem Wimpernschlag. Nach einem kompletten Umlauf über den rund 5,1 Kilometer langen MotorLand-Aragón-Kurs trennen die beiden Spitzenfahrer nicht einmal sechs Hundertstelsekunden.
Damit lautete die Reihenfolge nach dem Freitag:
1. Iván Ortolá – QJMOTOR Reverte MSi – 1:49,791 min
2. Daniel Holgado – CFMOTO Inde Aspar – +0,058 sec
Für uns ist diese Konstellation besonders interessant. Mit QJMOTOR und CFMOTO stehen zwei chinesische Motorradhersteller beziehungsweise deren unterstützte Rennsportprojekte ganz vorne in einer der wichtigsten Nachwuchs- und Prototypenklassen des internationalen Motorradrennsports.
Chinesische Motorradmarken werden im Rennsport immer sichtbarer
Noch vor wenigen Jahren wurden chinesische Motorradhersteller in Europa häufig vor allem mit preisgünstigen Motorrädern der kleineren Hubraumklassen verbunden. Dieses Bild verändert sich inzwischen grundlegend.
Hersteller wie QJMOTOR und CFMOTO investieren massiv in Entwicklung, Design, leistungsstärkere Motorenkonzepte und internationale Markenpräsenz. Der Motorsport spielt dabei eine wichtige Rolle.
Natürlich muss man unterscheiden: In der Moto2-Weltmeisterschaft treten keine seriennahen QJMOTOR- oder CFMOTO-Motorräder gegeneinander an. Die Klasse basiert auf Prototypen mit einheitlicher Motorisierung, und Ortolá fährt beispielsweise ein Kalex-Chassis. Trotzdem ist das Engagement für die beteiligten Hersteller von großer Bedeutung. MotoGP und Moto2 sind internationale Schaufenster. Hier geht es um Markenbekanntheit, technisches Image und darum, eine junge Motorradmarke emotional aufzuladen.
Und kaum etwas transportiert eine solche Botschaft besser als ein neuer Streckenrekord.
QJMOTOR entwickelt sich mit hoher Geschwindigkeit
Gerade bei QJMOTOR lässt sich die Entwicklung derzeit besonders deutlich beobachten. Die Modellpalette wächst nicht nur quantitativ, sondern zunehmend auch in anspruchsvollere Segmente hinein.
Sportliche Modelle und neue Motorenkonzepte zeigen, dass sich die Marke langfristig nicht allein über einen attraktiven Verkaufspreis definieren möchte. Das internationale Rennsportengagement passt deshalb sehr gut zur Entwicklung des Herstellers.
Der Erfolg von Ortolá schafft genau jene Verbindung zwischen Marke und Performance, die für einen Hersteller beim Aufbau einer sportlichen Identität wertvoll ist. Wer QJMOTOR bislang hauptsächlich mit preislich attraktiven Naked Bikes, Adventure-Motorrädern oder Einsteigermodellen verbunden hat, bekommt im Motorsport eine weitere Facette der Marke zu sehen.
Auch CFMOTO bestätigt seinen sportlichen Anspruch
Bei CFMOTO ist diese Strategie bereits seit einiger Zeit deutlich erkennbar. Die Marke nutzt den internationalen Motorradrennsport konsequent zur Positionierung und hat sich gleichzeitig im europäischen Markt erheblich weiterentwickelt. Mit Daniel Holgado auf Rang zwei zeigt CFMOTO Inde Aspar nun erneut, wie konkurrenzfähig das Projekt auf internationalem Niveau aufgestellt ist.
Gerade der minimale Abstand zwischen Holgado und Ortolá macht das Ergebnis aus unserer Perspektive besonders reizvoll: 0,058 Sekunden zwischen QJMOTOR und CFMOTO an der Spitze der Moto2. Viel enger kann Motorsport kaum sein.
Ein perfekter Auftakt für das Aragón-Wochenende
Für Iván Ortolá und QJMOTOR Reverte MSi hätte der Freitag in Aragón kaum besser laufen können: Schnellster im ersten Training, Schnellster in der Practice und dazu ein neuer absoluter Moto2-Streckenrekord. Daniel Holgado und CFMOTO Inde Aspar machten die Geschichte mit Platz zwei komplett.
Ob sich diese Kräfteverhältnisse über Qualifying und Rennen halten lassen, wird sich zeigen. Doch unabhängig vom weiteren Verlauf des Wochenendes steht bereits fest:
QJMOTOR und CFMOTO haben in Aragón ein deutliches sportliches Signal gesetzt.
Für Motorradfans in Europa ist diese Entwicklung spannend zu beobachten. Die chinesischen Hersteller sind längst nicht mehr nur Herausforderer über den Preis. Sie investieren in Technik, Design, leistungsstarke Motorräder und zunehmend auch in eine internationale Motorsportidentität.
Und am 28. August 2026 führte in Aragón zumindest am Freitag kein Weg an ihnen vorbei.
QJMOTOR auf Platz eins. CFMOTO auf Platz zwei. Getrennt durch 0,058 Sekunden – und mit einem neuen Moto2-Rundenrekord als Ausrufezeichen.


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