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Wochenendtour Münsterland: 150 bis 250 Kilometer für Motorradfahrer

  • Autorenbild: Markus Brömmler
    Markus Brömmler
  • 8. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Eine gute Wochenendtour muss nicht immer bis in die Eifel, ins Sauerland oder in den Harz führen. Wer am Samstag oder Sonntag im Münsterland startet, findet direkt vor der Haustür eine starke Mischung aus kleinen Landstraßen, Bauernschaften, Alleen, historischen Orten, kurzen Kurvenpassagen, schönen Fotopunkten und entspannten Pausenstopps. Besonders reizvoll ist eine Runde zwischen Altenberge, Tecklenburg, Telgte, Warendorf, Nordkirchen, Billerbeck und den Baumbergen. Je nach Schleifen und Abstechern kommt man auf etwa 150 bis 250 Kilometer – perfekt für einen halben bis ganzen Tourtag.


Wochenendtour Münsterland: 150 bis 250 Kilometer für Motorradfahrer
Wochenendtour Münsterland: 150 bis 250 Kilometer für Motorradfahrer

Als Startpunkt bietet sich Altenberge an. Von hier aus fährt man nicht direkt über die großen Verbindungen, sondern sucht bewusst die kleinen Straßen Richtung Greven, Saerbeck und Tecklenburger Land. Schon die erste Etappe zeigt, warum das Münsterland für Motorradfahrer so angenehm ist: wenig Stress, viel Landschaft, gute Übersicht und genug kleine Abzweige, um die Tour abwechslungsreich zu gestalten. Wer früh startet, hat die Straßen oft noch für sich und kann den Tag ruhig aufbauen.


Der erste große Zwischenstopp ist Tecklenburg. Das Fachwerkstädtchen liegt auf dem Kamm des Teutoburger Waldes und wird touristisch als „Balkon des Münsterlandes“ beschrieben. Genau deshalb lohnt sich der Ort als Fotopunkt, Kaffeepause oder kurzer Spaziergang zur Altstadt. Von hier hat man herrliche Panoramablicke über das Münsterland und gleichzeitig etwas mehr Kurven- und Höhengefühl als auf den ganz flachen Strecken.

Von Tecklenburg geht es weiter Richtung Ladbergen, Ostbevern und Telgte. Diese Etappe eignet sich gut, um das Tempo bewusst niedrig zu halten und die Strecke fließen zu lassen. Telgte ist ein schöner Stopp für ein Eis, einen Kaffee oder ein Foto im Ortskern. Danach führt die Runde weiter Richtung Warendorf. Wer gerne schöne Stadtbilder, historische Fassaden und klassische Münsterland-Atmosphäre mag, kann hier eine längere Pause einplanen. Für Gruppen gilt: Motorräder rücksichtsvoll abstellen, keine engen Fußgängerbereiche blockieren und Pausen lieber etwas außerhalb sammeln.

Nach Warendorf wird die Runde ländlicher. Über Everswinkel, Sendenhorst oder Drensteinfurt lässt sich die Route Richtung Süden verlängern. Hier ist ein Tankstopp sinnvoll, besonders wenn mehrere Fahrer mit unterschiedlichen Reichweiten unterwegs sind. Die beste Regel für Wochenendtouren: tanken, bevor es knapp wird. Eine kurze Tankpause ist außerdem ideal, um Trinkflasche, Handschuhe, Navi und Wetterlage zu prüfen. Gerade bei 150 bis 250 Kilometern entscheidet nicht die Durchschnittsgeschwindigkeit, sondern die gute Einteilung der Pausen über den Spaß.

Ein starkes Ziel für die nächste Etappe ist Schloss Nordkirchen. Das Schloss zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen im Münsterland und liegt in einer weitläufigen Parklandschaft; der Innenhof ist laut Münsterland-Tourismus frei zugänglich. Für Motorradfahrer ist Nordkirchen deshalb ein perfekter Fotostopp: beeindruckende Kulisse, schöne Wege im Umfeld und genug Anlass, die Tour für 20 bis 30 Minuten zu unterbrechen.


Von Nordkirchen führt die Tour wieder nach Norden in Richtung Lüdinghausen, Coesfeld, Billerbeck und Nottuln. Jetzt kommt einer der schönsten Abschnitte: die Baumberge. Die Region zeigt die typisch münsterländische Parklandschaft mit Feldern, Wiesen, kleinen Höfen, Buchenwald und weiten Blicken besonders intensiv. Zwischen Billerbeck, Havixbeck, Nottuln und Coesfeld wird die Strecke lebendiger, ohne hektisch zu werden.


Der Longinusturm bei Nottuln ist dabei fast Pflicht. Er gilt als Wahrzeichen der Baumberge und eignet sich sehr gut als Start-, Ziel- oder Pausenpunkt für Ausflüge in die Region. Auch Kaffee und Kuchen am Turm sind als Pausenidee naheliegend; Öffnungszeiten sollte man vor der Tour trotzdem kurz prüfen.


Für die Rückfahrt nach Altenberge bieten sich Havixbeck, Hohenholte oder kleine Nebenstraßen Richtung Münster-Nord an. Wer nur 150 Kilometer fahren möchte, kürzt nach Tecklenburg oder Telgte ab und lässt Nordkirchen weg. Wer eher 220 bis 250 Kilometer plant, nimmt Nordkirchen, Lüdinghausen und eine zusätzliche Baumberge-Schleife mit. So bleibt die Tour flexibel und passt zu Wetter, Gruppe und Tagesform.


Wichtig für die Planung: Rechnet nicht nur Kilometer, sondern echte Fahrzeit. Auf kleinen Straßen, mit Fotopunkten, Tankpause, Kaffee und Eis werden aus 180 Kilometern schnell fünf bis sechs Stunden. Bei kühlem Wetter gehören warme Handschuhe, Halstuch und Regenkombi ins Gepäck. Im Sommer sind Trinkpausen Pflicht. Nach Regen ist auf kleinen Straßen mit Schmutz, Laub, Rollsplit und landwirtschaftlichem Verkehr zu rechnen. Wer vorausschauend fährt, hat mehr davon.


Diese Wochenendtour ist ideal für Naked Bikes, Cruiser, 125er, Sporttourer und Adventure Bikes. Sie verbindet Münsterland-Gefühl mit schönen Stopps, ohne extreme Strecken zu verlangen. Das Ergebnis ist eine Runde, die sich nach Urlaub anfühlt, aber direkt vor der Haustür beginnt: starten, fahren, schauen, pausieren, weiterfahren – genau so muss ein guter Motorradsonntag sein.

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