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125er, A2 oder offener A-Führerschein: Welche Motorradklasse passt zu deinem Führerschein?

8. Juli
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Wer ein Motorrad kaufen möchte, muss zuerst die eigene Führerscheinklasse kennen. Denn nicht jedes Motorrad passt zu jedem Führerschein. 125er, A2-Motorräder und offene Motorräder der Klasse A unterscheiden sich deutlich bei Leistung, Gewicht, Fahrgefühl, Kosten und Zielgruppe. Wer hier richtig entscheidet, kauft sicherer, spart Geld und findet schneller das Motorrad, das wirklich zum eigenen Alltag passt.


125er, A2 oder offener A-Führerschein: Welche Motorradklasse passt zu deinem Führerschein?
125er, A2 oder offener A-Führerschein: Welche Motorradklasse passt zu deinem Führerschein?

125er: Der Einstieg mit A1 oder B196

Die 125er-Klasse ist ideal für Einsteiger, junge Fahrer und Autofahrer mit B196. Mit A1 dürfen Motorräder bis 125 cm³, maximal 11 kW und höchstens 0,1 kW/kg Leistungsgewicht gefahren werden. B196 ist keine eigene Motorradklasse, sondern eine Erweiterung der Klasse B, die in Deutschland ebenfalls zum Fahren von A1-Fahrzeugen berechtigt. Für B196 gelten unter anderem mindestens 25 Jahre Alter, mindestens fünf Jahre Besitz der Klasse B und eine Fahrerschulung mit Theorie- und Praxiseinheiten.


Eine 125er passt besonders gut zu Stadtfahrern, Pendlern, Fahranfängern und Kunden, die ein günstiges, leichtes und sparsames Motorrad suchen. Typische Modelle sind 125er Naked Bikes, 125er Cruiser, 125er Sportler, Supermotos oder 125er Roller. Wichtig sind niedrige Unterhaltskosten, ABS oder CBS, gute Reifen, einfache Bedienung und eine Sitzhöhe, die Vertrauen gibt. Wer später A2 machen möchte, sammelt mit einer 125er mit Schaltung wertvolle Erfahrung.


B196: Praktisch, aber mit Grenzen

B196 ist besonders spannend für Autofahrer, die ohne komplette Motorradprüfung eine 125er fahren möchten. Für den Alltag in Deutschland ist das sehr attraktiv: zur Arbeit pendeln, kurze Wege erledigen, Stadtverkehr vermeiden oder einfach wieder mehr Fahrspaß erleben. Wichtig ist aber: B196 gilt nicht als vollständiger Motorradführerschein, ist nicht automatisch im Ausland gültig und ermöglicht keinen direkten Aufstieg auf A2. Wer langfristig größere Motorräder fahren möchte, sollte deshalb prüfen, ob A1 oder direkt A2 sinnvoller ist.


A2: Der starke Einstieg bis 35 kW

A2 ist für viele die spannendste Motorradklasse. Erlaubt sind Motorräder mit maximal 35 kW, einem Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW/kg und bei gedrosselten Modellen einer offenen Ausgangsleistung von maximal 70 kW. Damit öffnet A2 die Tür zu deutlich mehr Motorrad: Naked Bikes, Cruiser, Reiseenduros, Sportler, Scrambler und Tourer.

Wichtiger A2-Warnhinweis für gedrosselte Gebrauchtmotorräder

Für regulär nach den heutigen A2-Regeln erteilte Fahrerlaubnisse genügt die 35-kW-Drossel allein nicht: Das Motorrad darf grundsätzlich nicht von einem Modell mit mehr als 70 kW abgeleitet sein; außerdem gelten höchstens 0,2 kW/kg und die übrigen A2-Vorgaben. § 76 Nr. 8 FeV erlaubt in Deutschland eine Übergangsausnahme für A2-Berechtigungen, die vom 19.01.2013 bis einschließlich 27.12.2016 erteilt wurden. Bei später erteilter A2-Fahrerlaubnis kann das Fahren eines solchen Motorrads ohne passende Fahrerlaubnis strafbar sein. Prüfe vor dem Kauf Ursprungsleistung, Drosselgutachten, Fahrzeugpapiere und Erteilungsdatum. Bei älteren Fahrerlaubnissen können weitere Übergangsrechte gelten; lass sie im Zweifel von der Fahrerlaubnisbehörde prüfen.

Rechtsgrundlagen: § 6 FeV · § 76 FeV · § 21 StVG


A2 passt zu Fahrern, die mehr Leistung als eine 125er möchten, aber noch nicht offen fahren dürfen oder wollen. 35 kW reichen für Landstraße, Touren, Alltag und Überholen völlig aus, wenn das Motorrad nicht zu schwer ist. Besonders wichtig sind Gewicht, Sitzhöhe, Gasannahme, ABS, Drosselung und spätere Entdrosselbarkeit. Ein leichtes A2-Bike macht oft mehr Spaß als ein schweres Motorrad mit gleicher Leistung.


Offene Klasse A: Volle Auswahl, mehr Verantwortung

Mit Klasse A stehen große Naked Bikes, Supersportler, Reiseenduros, Cruiser, Tourer und leistungsstarke Adventure Bikes offen. Die Klasse A umfasst Krafträder mit mehr als 50 cm³ oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h ohne die A2-Leistungsbeschränkung.


Die offene Klasse ist ideal für erfahrene Fahrer, Wiedereinsteiger mit guter Selbsteinschätzung, Tourenfahrer, Soziusfahrer und alle, die langfristig volle Modellfreiheit möchten. Trotzdem gilt: Nur weil du ein Motorrad fahren darfst, muss es nicht automatisch zu dir passen. Große Maschinen bringen mehr Gewicht, mehr Drehmoment, höhere Versicherungskosten und mehr Verantwortung mit. Eine Probefahrt ist hier besonders wichtig.


Welche Motorradklasse passt zu welchem Fahrer?

Für kurze Strecken, Stadtverkehr und günstigen Einstieg ist eine 125er oft perfekt. Für Fahranfänger mit sportlicherem Anspruch, Pendler mit längerer Strecke oder Tourenfahrer mit begrenztem Führerschein ist A2 ideal. Für erfahrene Fahrer, lange Reisen, Soziusbetrieb und maximale Auswahl passt Klasse A am besten.

Wichtig ist nicht nur die Leistung. Ein gutes Motorrad muss zu Körpergröße, Erfahrung und Einsatzbereich passen. Sitzhöhe, Gewicht, Lenkerposition, Bremsen, Reifen und Wartungskosten sind oft wichtiger als die reine PS-Zahl. Wer unsicher ist, sollte verschiedene Kategorien probesitzen: 125er, Naked Bike, Cruiser, Reiseenduro und Sportler fühlen sich völlig unterschiedlich an.


Fazit: Erst Führerschein prüfen, dann Motorrad kaufen

Die richtige Motorradklasse beginnt mit deinem Führerschein. A1 und B196 führen in die 125er-Welt, A2 bietet starke Motorräder bis 35 kW, Klasse A öffnet die komplette Motorradwelt. Der beste Kauf entsteht aber nicht durch maximale Leistung, sondern durch passende Fahrbarkeit. Wer Führerscheinklasse, Alltag, Körpergröße, Budget und Probefahrt zusammen betrachtet, findet schneller das Motorrad, das wirklich Freude macht.

Führerschein-Budget: konkrete Preise von Mattes in Gronau

Als konkrete Orientierung für Dein Ausbildungsbudget gelten bei Mattes’ Fahrschule diese Beispiele: Neuerwerb A, A1 oder A2 mit sechs Übungs- und zwölf Sonderfahrstunden 2.306,66 €; Stufenaufstieg A1 → A2 oder A2 → A mit vier Übungsfahrstunden 711,13 €; AM mit sechs Übungsfahrstunden 1.333,82 €. Diese drei Beträge enthalten die jeweils in der Preisliste genannten TÜV-Gebühren, aber noch keine weiteren Nebenkosten. B196 kostet bei Mattes pauschal 760 €; die Kosten der behördlichen Eintragung bitte gesondert klären.

Preisbeispiele nach der vorliegenden Preisliste von Mattes’ Fahrschule; unverbindliche Orientierung, kein garantierter Gesamtpreis. Zusätzliche Übungsstunden kosten jeweils 60 € pro 45 Minuten. Die benötigte Stundenzahl ist individuell. Behördengebühren, Passfoto, Sehtest, gegebenenfalls Erste-Hilfe-Kurs, Schutzkleidung und Wiederholungsprüfungen sind in den Beispielsummen nicht enthalten. Lass Dir den aktuellen Leistungsumfang und Preis vor der Anmeldung bestätigen.

Mattes’ Fahrschule in Gronau: Kontakt und kostenlos üben

Mattes’ Fahrschule · Einstein-Ring 17 c · 48599 Gronau

Als Fahrschüler von Mattes’ Fahrschule darfst Du den eigenen Verkehrsübungsplatz in Gronau kostenlos nutzen. Eigenes Training vor Ort kann Dir helfen, mehr Routine aufzubauen und die zusätzlich benötigten Übungsfahrten auf das individuell notwendige Minimum zu reduzieren. Eine bestimmte Ersparnis oder feste Mindestzahl an Fahrstunden lässt sich daraus nicht ableiten. Stimme Nutzung, Fahrzeug und Trainingsmöglichkeiten vorab mit der Fahrschule ab; maßgeblich bleiben die Platzregeln und Dein Ausbildungsstand.

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